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Angeregte Debatten beim Parlamentarischen Abend "Wettbewerbsfähigkeit: EU-Forschungsprojekt COMPETE"

14. Oktober 2015 - Das COMPETE-Team präsentierte und diskutierte die Ergebnisse aus drei Jahren Forschungstätigkeit anlässlich des Parlamentarischen Abends "Wettbewerbsfähigkeit: EU-Forschungsprojekt COMPETE" am 29.09.2015 in Berlin. Die Veranstaltung wurde von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), einem Partner im COMPETE-Konsortium, durchgeführt.

Nach der Begrüßung durch Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der BVE, stellte Prof. Dr. Thomas Glauben, Direktor des Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO), die Haupterkenntnisse aus drei Jahren COMPETE-Forschung vor. Trotz der Marktanteilsverluste der EU-Mitgliedstaaten auf den Weltagrarmärkten, sei die Wettbewerbsfähigkeit der EU durchaus positiv zu bewerten. Die hohe Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Agrar- und Lebensmittelindustrie sei Resultat von Produktqualitäts- und Produktivitätssteigerungen innerhalb der EU-Wertschöpfungsketten. Allerdings mahnte er, dass diese Entwicklungen unterschiedlich stark in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten ausgeprägt seien und man einer wachsenden Divergenz zwischen den EU-Staaten vorbeugen müsse. Unter anderem sollte die technologische Modernisierung in den osteuropäischen Ländern vorangetrieben bzw. "Spill-over"-Effekte genutzt sowie die Integration der EU-Binnenmärkte verstärkt werden. Ebenfalls seien Investitionen, sowohl öffentliche als auch privatwirtschaftliche, in Forschung und Entwicklung der Kern einer guten, zukünftigen Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit der EU in Bezug auf die Agrar- und Lebensmittelproduktion.

Im Anschluss erläuterte Dr. Wolfgang Ingold, der Vorsitzende der BVE, die Sicht der deutschen Ernährungsindustrie auf ihre Wettbewerbsfähigkeit. Er betonte die Bedeutung der Ernährungsindustrie als Wirtschaftszweig. Dieser sei für die deutsche Wirtschaft der viertgrößte nach Umsatz und der drittgrößte nach Arbeitgeber. Er führte weiter aus, dass ein Drittel des Marktangebotes in Deutschland Produktneuheiten seien, was die Innovationsfreudigkeit des Sektors bestätige. Allerdings müssen, um Weltmarktanteile zu behaupten bzw. gar zurückzugewinnen, weiterhin Innovationen gefördert werden. Daher appellierte Dr. Ingold an die europäische und deutsche Politik Rahmenbedingungen und Anreize zu schaffen, die Forschung und Entwicklung unterstützen, Zugang zu wichtigen Export- und Importmärkten erleichtern und freien Wettbewerb erst ermöglichen. Beim anschließenden Flying Bufett wurde die angeregte Debatte zwischen den Vortragenden und den 60 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft fortgesetzt.