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Workshop zu den Umweltauswirkungen durch die Nutztierhaltung in Sachsen-Anhalt

11. Dezember 2017 - Vom 29. November bis 1. Dezember 2017 führte Dr. Florian Schierhorn vom IAMO in Kooperation mit dem Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“ und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in Halle (Saale) einen Postdoc-Workshop zum Thema „The Environmental Impacts of Livestock Products“ durch.

Die globale Tierproduktion ist einer der wichtigsten Faktoren für den Klimawandel, die Erschöpfung natürlicher Ressourcen und den Verlust der Artenvielfalt. In den vergangenen Jahren wurden weltweit zahlreiche Ökobilanzen (LCA) berechnet, um die Umweltauswirkungen der Landwirtschaft im Allgemeinen und der Tierproduktion im Speziellen zu untersuchen. Im Zentrum dieser Untersuchungen stand insbesondere der Vergleich der Umweltauswirkungen von konventionell gegenüber biologisch arbeitenden landwirtschaftlichen Betrieben. Eine wesentliche Motivation zur Durchführung dieses Workshops war, dass die bis heute durchgeführten Untersuchungen zu häufig widersprüchlichen und teilweise überraschenden Ergebnissen gekommen sind. Das Hauptziel des Workshops war es daher zu untersuchen, ob die Ökobilanzierung von Fleisch- und Milchproduzierenden Agrarbetrieben verbessert werden kann.

Am ersten Tag des Workshops hat Dr. Ulrich Schumacher (Bioland e.V.) den Postdocs einen Überblick über die ökologische Milchproduktion in Deutschland gegeben. Anschließend referierte Dr. Matthias Meier (Fibl) über Ökobilanzierungen und zeigte methodische Schwachpunkte abgeschlossener Studien auf. Simone Kraatz (ATB) hat anschließend speziell über Ökobilanzierungen in der Tierproduktion gesprochen. Abschließend wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine detaillierte Einführung in die Software OpenLCA gegeben, die häufig zur Ökobilanzierung eingesetzt wird.

Am zweiten Tag besuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zwei Milchviehbetriebe in Sachsen-Anhalt, um detaillierte Betriebsabläufe zu studieren. Die Betriebsbesichtigungen dienten zudem dem Zweck, einen Überblick darüber zubekommen, welche Betriebsdaten für die Ökobilanzierungen zur Verfügung stehen könnten. Über die Ergebnisse des mehrtägigen Workshops tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am letzten Veranstaltungstag aus. Zudem wurden konkrete Forschungsfragen sowie ein konkreter Arbeitsplan für die auf den Workshop aufbauenden Studien entwickelt.

Der Workshop wurde im Rahmen des Verbundprojekts „Proteinparadoxa“ vom Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“ finanziell unterstützt.