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Workshop „Russlands Agrarsektor zwischen Importsubstitution und Exportoffensive“ im BMEL

26. Juni 2018 - Im Rahmen des Workshops „Russlands Agrarsektor zwischen Importsubstitution und Exportoffensive“ präsentierte das IAMO am 19. Juni 2018 Forschungsergebnisse aus zwei durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Projekten. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Entwicklungen der Landwirtschaft in der Russischen Föderation und deren Integration in das globale Handelsgeschehen.

Es wurden Ergebnisse aus den Projekten „Globale Ernährungssicherung und die Getreidemärkte Russlands, der Ukraine und Kasachstans“ (GERUKA) sowie „Analyse der Strategie der Russischen Föderation zum Ausbau der landwirtschaftlichen Produktion“ (STARLAP) vorgestellt.

Im Fokus standen die jüngsten Entwicklungen des russischen Agrarsektors im Lichte eines umfassenden Schutzprogramms vor günstigen Weltmarkt-Importen und hohen Subventionen. Die russische Schweineproduktion hat von dieser Politik profitiert und in den letzten Jahren eine sehr dynamische Entwicklung gezeigt: „Wir erwarten, dass russische und deutsche Schweinefleischexporteure zukünftig auf dem Weltmarkt konkurrieren werden“, so IAMO Wissenschaftlerin Linde Götz. Die Ergebnisse für den Schweinefleischsektor lassen sich aber keineswegs auf die Produktion von Milch und Rindfleisch übertragen, welche viel höhere Investitionen erfordern und einem längeren Produktionszyklus unterliegen: „Hier spielen die hohe makroökonomische und politische Instabilität eine große Rolle, die – wie sich ja gezeigt hat – auch mit umfangreichen Subventionen nicht ausgleichen lassen“. Hingegen profitiert der sich ohnehin sehr gut entwickelnde Getreidesektor zusätzlich von der Abwertung des Rubels. Es wird erwartet, dass sich die Erfolgsgeschichte dieses Sektors in dem dauerhaften Aufstieg Russlands zum weltweit größten Weizenexporteur fortschreibt, während hier die USA weiter an Bedeutung verlieren wird.

An dem Workshop nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums aus Berlin und Bonn sowie der landwirtschaftlichen Verbände und aus der Wirtschaft teil.