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Workshop „Chancen für bayrische Lebensmittel in Russland in Zeiten der Sanktionen“

12. Juli 2018 - Im Rahmen der von der alp Bayern durchgeführten Informationsveranstaltung „Chancen für bayrische Lebensmittel in Russland in Zeiten der Sanktionen“ am Bayrischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am 4. Juli 2018 berichtete Linde Götz über aktuelle Entwicklungen im russischen Agrarsektor im Lichte der Agrarimportsubstitutionspolitik.

Mit dem russischen Lebensmittelimportverbot gegen westliche Länder im August 2014 sind viele Sektoren der russischen Agrarwirtschaft quasi vollständig vor günstigen Weltmarkt-Importen geschützt und werden zugleich durch umfangreiche Subventionsprogramme unterstützt. Die russische Schweineproduktion hat von dieser Politik stark profitiert und in den letzten Jahren eine sehr dynamische Entwicklung gezeigt: „Wir erwarten, dass russische und deutsche Schweinefleischexporteure zukünftig auf dem Weltmarkt konkurrieren werden“, so IAMO-Wissenschaftlerin Linde Götz. Die Ergebnisse für den Schweinefleischsektor lassen sich aber keineswegs auf die Produktion von Milch und Rindfleisch übertragen, welche viel höhere Investitionen erfordern und einem längeren Produktionszyklus unterliegen: „Die Produktion von Milch und Butter ist in den letzten Jahren quasi konstant geblieben. Hier spielen die hohe makroökonomische und politische Instabilität eine große Rolle, die – wie sich ja gezeigt hat – auch mit umfangreichen Subventionen nicht ausgleichen lassen“. Hingegen profitiert der sich ohnehin sehr gut entwickelnde Getreidesektor zusätzlich von der Abwertung des Rubels. Es wird erwartet, dass sich die Erfolgsgeschichte dieses Sektors in dem dauerhaften Aufstieg Russlands zum weltweit größten Weizenexporteur fortschreibt, während hier die USA weiter an Bedeutung verlieren werden.