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Kick-off-Meeting des Projektes UaFoodTrade erfolgreich durchgeführt

10. Oktober 2018 - Am 20. September 2018 fand die offizielle Eröffnung des „Pilotprojektes zur nachhaltigen Internationalisierung ukrainischer Forschungsstrukturen im Kontext der Globalisierung der ukrainischen Ernährungswirtschaft“ (UaFoodTrade) an der Kyiv School of Economics (KSE) in der Ukraine statt. Zur Projekteröffnung und anschließenden Podiumsdiskussion kamen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen.

Die Veranstaltung zum Pilotprojekt UaFoodTrade wurde von der akademischen Direktorin der Kyiv School of Economics (KSE), Professorin Olesia Verchenko, eröffnet. Sie bedankte sich bei den deutschen und ukrainischen Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeitern für das Engagement. IAMO-Wissenschaftler und Projektleiter Dr. Oleksandr Perekhozhuk begrüßte im Namen des IAMO-Direktors Professor Thomas Glauben die Teilnehmenden des Meetings und erläuterte ausführlich die Struktur und Ziele des Projektes. Hermann Intemann, Attaché für Landwirtschaft der Deutschen Botschaft in der Ukraine, sprach im Namen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ein Grußwort. Er erwähnte die gute Zusammenarbeit zwischen der KSE, dem IAMO und den ukrainischen Agraruniversitäten im Rahmen des Pilotprojektes. Auch der Abgeordnete des ukrainischen Parlamentes Werchowna Rada, Ivan Miroshnichenko, begrüßte die Kooperation zwischen der KSE und dem IAMO sowie verdeutlichte, dass die ukrainische Regierung bereit sein müsse, die zukünftige Arbeit des Projektes zu fördern. Vitalii Cherniuk, Vertreter des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Ukraine, bedankte sich beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die Unterstützung und Förderung des Pilotprojektes in der Ukraine. Das Projekt wird ohne Zweifel zur Internationalisierung und Integration der ukrainischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen in die internationale Forschungsgemeinschaft beitragen. Vizeministerin Dr. Olga Trofimtseva, Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung der Ukraine, äußerte sich sehr dankbar dazu, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Zusammenarbeit zwischen deutschen und ukrainischen Forschungseinrichtungen sowie Hochschulen im Rahmen des Projektes ermöglicht hat. Die Begrüßungssitzung wurde vom Projektkoordinator Dr. Oleg Nivievskyi moderiert.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion zum Thema „Internationalisierung ukrainischer Forschungsstrukturen im Kontext der Globalisierung der ukrainischen Ernährungswirtschaft: Realitäten und Perspektiven“ fand unter Moderation von Projektleiter Dr. Oleksandr Perekhozhuk ein reger und spannender Austausch zwischen den Teilnehmenden statt. Hermann Intemann fasste die Strategie zur Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung der deutschen Bundesregierung zusammen und machte deutlich, dass auch ukrainische Agraruniversitäten und Forschungseinrichtungen vor großen Herausforderungen bei der Internationalisierung ihrer Bildungs- und Forschungsstrukturen stehen. Vitalii Cherniuk ging auf die Entwicklungsstrategie für internationale Zusammenarbeit und europäische Integration des ukrainischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft ein. Dabei wies er auf die staatlichen Förderungsprogramme des Ministeriums hin.

Anschließend berichtete Professor Volodymyr Vakhitov, Vizepräsident der Kyiv School of Economics (KSE), über seine Erfahrungen bei der Internationalisierung und beim Aufbau der internationalen Studienprogramme an der KSE. Hierbei erfolgte eine enge Kooperation mit Gastprofessorinnen und Gastprofessoren sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern westlicher Universitäten. Der Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Professor Anatolii Dibrоva, sprach über seine langjährigen Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit zwischen der Nationalen Universität für Lebens- und Umweltwissenschaften der Ukraine sowie ausländischen Universitäten und Forschungseinrichtungen. Vladimir Osadchuk, Generaldirektor COFCO Agri Resources Ukraine, wies darauf hin, dass der akute und spürbare Personalmangel vieler ukrainischer Unternehmen ein großes Problem darstelle. So müssen die Betriebe selbst gezielte Personalentwicklung betreiben und verstärkt Berufseinsteiger im agrarökonomischen Bereich ausbilden. Generaldirektor der Allukrainischen bürgerlichen Vereinigung „Ukrainische Agrarkonföderation“, Pavlo Koval, stimmte der Aussage zu und berichtete von der Forschungs- und Entwicklungsarbeit in privaten Großunternehmen der Ukraine. Nach seiner Meinung gibt es zwischen Bildung und Wissenschaft einen wesentlichen Unterschied. Die Wissenschaft ist dynamischer und ständiger Veränderung unterworfen. Im Gegensatz dazu ist die Bildung konservativ und erfüllt nicht die strengen Anforderungen im Wirtschaftsgeschäft. Mykhailo Sokolov, stellvertretender Direktor der bürgerlichen Union „Ukrainischer Agrarrat“, ergänzte dazu, dass sich die ukrainischen Unternehmen auf der Suche nach Wissen nicht an der Ukraine, sondern am Ausland orientieren.