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"Im Schatten der Mauer" - Studie untersuchte Entwicklung von Wissensnetzwerken nach der Wende

29. Juli 2020

Drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung in Deutschland scheint die Bildung kooperativer Netzwerke im Wissenschaftsbetrieb noch immer vom "Schatten der Mauer" geprägt. IAMO-Wissenschaftler Milad Abbasiharofteh (Projekt TRAFOBIT) hat gemeinsam mit Tom Broekel im jüngst veröffentlichten Artikel "Still in the shadow of the wall? The case of the Berlin biotechnology cluster" die treibenden Kräfte bei der Entstehung von Netzwerken in Forschungs- und Entwicklungsprojekten, Patenten und wissenschaftlichen Publikationen am Beispiel des Berliner Biotech-Clusters untersucht.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die unterschiedlichen sozialen Kontexte in den verschiedenen Teilen der Stadt den Aufbau von Kooperationsbeziehungen zwischen dem ehemaligen Ost- und dem ehemaligen West-Berlin immer noch behindern. Während in den 1990er Jahren teilweise subventionierte Kooperationen Ost- und West-Berlin miteinander verbanden, scheint sich nach dem Abklingen der Auswirkungen dieser Politik (in den 2000er Jahren) die anfängliche Ost-West-Teilung der Wissensnetzwerke wieder verstärkt abzuzeichnen. Dies wirft die Frage auf, welche innovationspolitischen Maßnahmen erforderlich sind, um die Wirkung der Programme langfristig zu sichern? Angesichts der noch größeren Unterschiede zwischen den europäischen Regionen muss man außerdem fragen, welche Maßnahmen die europäische Kohäsionspolitik zur besseren Integration der EU-Regionen ergreifen sollte.

Hier geht es zur Publikation:

Abbasiharofteh, M., Broekel, T., 2020. Still in the shadow of the wall? The case of the Berlin biotechnology cluster. Environment and Planning A: Economy and Space 46 (3). doi:10.1177/0308518X20933904