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IAMO veranstaltete einen Workshop zum Thema „Political economy of agricultural policies and land relations”

13. März 2020 - Der Workshop brachte internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen zusammen, um über ihre aktuelle Arbeit zur Agrar- und Bodenpolitik zu diskutieren. Die Veranstaltung fand vom 5. bis 6. März 2020 in Halle (Saale) statt und kennzeichnete die Endphase des Projekts „Politische Ökonomie der Agrarpolitik in föderalen Systemen“ (FEDAGRIPOL).

Der Workshop bot den Forschenden eine Plattform, um aktuelle Arbeiten zu präsentieren, Feedback zu erhalten und die Arbeit ihrer Kolleginnen und Kollegen zu kommentieren. Die Veranstaltung zog ein sehr interessiertes Publikum an und machte deutlich, wie wichtig die Untersuchung wirtschaftlicher Phänomene unter besonderer Berücksichtigung der Motivationen bestimmter Akteure im privaten und öffentlichen Sektor ist.

Der erste Tag konzentrierte sich auf die politische Ökonomie der Bodeneigentumsverhältnisse. In den Vorträgen wurden die Themen Landreformen, öffentliche Bodenverwaltung und Sicherheit der Grundbesitzverhältnisse behandelt. Der zweite Tag des Workshops konzentrierte sich auf die politische Ökonomie der Agrarpolitik im Allgemeinen. Die Teilnehmenden diskutierten darüber, wie einflussreiche landwirtschaftliche Interessen erfasst sowie Umweltgüter, politische Umsiedlungsprogramme und freiwillige Migration bewertet werden.

Das IAMO hatte die Ehre drei Hauptvorträge von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu präsentieren. Professorin Christilla Roederer-Rynning, Universität von Süddänemark, hob die Bedeutung der Verteilungspolitik im GAP-System der EU hervor und erörterte, wie Lobbyarbeit zu anhaltender Ineffizienz beiträgt. Professor Björn Alpermann, Universität Würzburg, sprach über die Herausforderungen der Sozialpolitik in China. Zum Schluss erläuterte Professor Andrey Yakovlev, Higher School of Economics in Moskau, warum charismatische Führungspersönlichkeiten für die Entstehung eines russischen Großagrarsektors, der sich im Rahmen landwirtschaftlicher Förderprogramme an politischen Renten (sog. rent-seeking) orientieren kann, wichtig waren.

Der Workshop war eine Abschlussveranstaltung des Projekts FEDAGRIPOL. Auf der Veranstaltung wurden einige der wichtigsten Projektergebnisse gemeinsam mit Arbeiten am IAMO präsentiert. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, die Ziele und Anreize der lokalen und zentralen Regierungsakteure in föderalistischen und Mehrebenenverwaltungssystemen zu berücksichtigen.