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Jahrestagung der American Agricultural & Applied Economics Association (AAEA)

17. September 2012 - IAMO-Wissenschaftler sprach über Auswirkungen der Finanzkrise auf die EU Landwirtschaft

Rückläufige Zinszahlungen und ein geringer Verschuldungsgrad haben die meisten landwirtschaftlichen Betriebe in den Krisenregionen vor übermäßigen Risiken bewahrt. Das war eine der Botschaften des Vortrags von Martin Petrick, stellvertretender Leiter der Abteilung Agrarpolitik des IAMO, auf der Jahrestagung der American Agricultural & Applied Economics Association (AAEA) in Seattle/USA am 13. August 2012. Die Aussagen beruhten auf Erkenntnissen des im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU geförderten Projektes „Faktor Markets“. Sie wurden in einem organisierten Symposium „The European Economic and Financial Crisis and its Impact on Agriculture in the United States, the Europe Union, and the Nations of the Former Soviet Union" zur Diskussion gestellt. Petrick vertrat die Ansicht, dass die Finanzkrise bisher wenige Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion in der EU hatte. Einzelne Ausnahmen sind Fälle wie Dänemark, wo ein hoher Verschuldungsgrad in der Vergangenheit nun zu Kreditbeschränkungen in der Landwirtschaft geführt habe. Institutionelle Schwächen im Bankenwesen verlangsamen den Strukturwandel und hemmen die weitere Modernisierung des Sektors. Zukünftige institutionelle Reformen sollten daher das Agrar-Banking nicht auslassen. Darüber hinaus ist es wahrscheinlich, dass die Krise zu Kürzungen der öffentlichen Mittel für ländliche Entwicklung führt und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft dämpfen wird. Das Symposium wurde von Evert van der Sluis, Wirtschaftsprofessor an der South Dakota State University, organisiert.